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Bei einem als spektakulär zu bezeichnenden Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 56 bei Niederwahn wurde heute abend gegen 20.40 Uhr ein Autofahrer schwer verletzt. Der Spurenlage nach befuhr der 24-Jährige die Strecke von Wellerscheid in Richtung Much. Die Unfallursache ist noch ungeklärt, direkte Unfallzeugen sind nicht bekannt.
Nach Passieren der Ortslage Niederwahn wurde das Fahrzeug in der sich anschließenden langgezogenen Linkskurve zunächst nach links gesteuert. Der 'Opel Astra' geriet auf den linksseitigen Gehweg, dem er für rund 20 bis 30 Meter folgte, bevor die Spuren abrupt zurück nach rechts führen. Auf der Gegenseite überwand der PKW ebenfalls die Bordsteinkante und durchbrach das Geländer der hier auf einer Art Damm verlaufenden Straße.
Nach dem Abheben traf der Opel auf einen Riegel aus Bäumen, von denen drei oder vier in mehreren Metern Höhe abbrachen. Rund sechs Meter unterhalb der Fahrbahn schlug der PKW hart auf und kam auf dem Dach liegend zum Stillstand. Das Fahrzeug hatte eine Flugphase von knapp 30 Metern Weite zurückgelegt.
Zwei Anwohner aus Niederwahn hatten die Unfallgeräusche wahrgenommen und waren zu Fuß zu Hilfe geeilt. Einer sei direkt zur nur gut 100 Meter entfernten Rettungswache gelaufen, um professionelle Hilfe zu holen. Notarzt und Rettungswagen rückten aus, die Freiwillige Feuerwehr wurde mit Verdacht auf eine eingeklemmte Person alarmiert.
Letzteres erwies sich zum Glück als unrichtig. Der 24-Jährige konnte sich bereits vor Eintreffen der Einsatzkräfte aus dem Wrack befreien - ob ohne oder mit Unterstützung der Ersthelfer ist nicht bekannt. Die Wehrleute mussten Leitern einsetzen, um von der Straße zum Liegeplatz des Fahrzeugs zu gelangen.
Nach seiner Erstversorgung durch Notarzt und Notfallsanitäter wurde der 24-Jährige von der Wehrleuten auf einem Umweg über Bahn 17 des Golfplatzes, an deren Rand der Opel gelandet war, nach Niederwahn zum Rettungswagen gebracht. Mit diesem wurde der Schwerverletzte zu einem Krankenhaus transportiert.
Für die Dauer der Rettungsarbeiten und der aufwendigen Unfallaufnahme durch die Polizei, die von der Feuerwehr unterstützt wurde, musste die Bundesstraße 56 für mehr als zwei Stunden voll gesperrt bleiben. Die Bergung des Fahrzeugwracks soll noch in der Nacht erfolgen. (cs)


















