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Unfallserie auf der Werschtalstraße nach internistischem Vorfall ?

Fast vier Stunden lang kam es am gestrigen Dienstag zu Behinderungen auf der Werschtalstraße (L 312), davon ein Teil in Form einer Vollsperrung. Auslöser war ein Autofahrer, der zwischen Bech und Marienfeld mehrere Unfälle verursacht hatte, aber dennoch weitergefahren war.

Fast zeitgleich wurden der Polizei gegen 14.10 Uhr Vorfälle von verschiedenen Orten entlang der Strecke gemeldet, woraufhin mehrere Streifenwagen entsandt wurden. Bei einem der Unfälle wurde auch ein automatischer Notruf ausgelöst, so daß Rettungsdienst und Freiwillige Feuerwehr ebenfalls ausrückten.

Der 79-jährige Autofahrer aus Eitorf hatte bei der Fahrt von der L 350 in Richtung Much zunächst beim Weiler Bech einen Begrenzungspfosten umgefahren, als er auf der Gegenspur fuhr. Dies wurde laut Polizei von einer entgegenkommenden Autofahrerin beobachtet.

Als der Eitorfer sein SUV des Modells 'Hyundai Santa Fe' wieder auf die rechte Spur gesteuert hatte, wollte sie das Fahrzeug passieren. Während dieses Vorgangs geriet das SUV erneut auf die Gegenspur und touchierte den Kleinwagen der 22-jährigen Frau, die bei der Kollision unverletzt blieb. Der Eitorfer aber setzte seine Fahrt fort.

Beim Passieren der Ortschaft Weeg scherte der 79-Jährige erneut aus. Ob er einen zu diesem Zeitpunkt vorausfahrenden PKW überholen wollte, ist unklar. Beim Wechsel der Fahrspur rammte er einen entgegenkommenden Kleintransporter des Typs 'Ford Transit Courier' seitlich. Dessen 31-jähriger Fahrer aus Ruppichteroth trug leichte Verletzungen davon.

Auch dieses Mal fuhr der 79-jährige weiter. Einen knappen Kilometer entfernt hielt er in der Busbucht der Haltestelle "Much Marienfeld Abzweig" an. Zeugen des Vorgangs leisteten Erste Hilfe, bevor der Rettungsdienst eintraf. Zunächst wurde von einem lebensbedrohlichen Gesundheitszustand nach einem internistischen Ereignis ausgegangen. Ein Rettungshubschrauber wurde angefordert, der bei Weeg landete.

Letztlich wurde der Eitorfer per Rettungswagen zu einem Krankenhaus gebracht. Gleiches geschah mit dem 31-jährigen Ruppichterother. Angefahren wurden die Krankenhäuser in Gummersbach und Siegburg. Nach einer ausgiebigen Untersuchung konnte Lebensgefahr bei dem 79-Jährigen später ausgeschlossen werden, so die Polizei.

An den Unfallstellen im Verlauf der L 312 ging die Arbeit nun erst richtig los. Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr, die die Polizei bei der Absicherung der Unfallstellen unterstützt hatten, konnten bald wieder abrücken. Die Polizei hatte zusätzliche Streifenwagen mobilisiert, auch um potentielle weitere Unfallstellen zu ermitteln. Zusätzlich kam ein spezielles Unfallaufnahme-Team der Polizei des Oberbergischen Kreises zum Einsatz.

Erst gegen 18 Uhr, nachdem der nicht mehr fahrtüchtige Ford abtransportiert und der Hyundai des Unfallverursachers als Beweismittel sichergestellt worden waren, konnte die L 312 wieder uneingeschränkt für den Verkehr freigegeben werden. Der insgesamt entstandene Sachschaden wird mit über 23.000 Euro beziffert. Das Verkehrs-Kommissariat ermittelt gegen den Eitorfer wegen des Verdachts der Verkehrs-Unfallflucht mit Personenschaden. (cs)
 

20. August 2025


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